Neues 2017

Kein Mangel an Attraktionen

Carlsberg-Hertlingshausen: Rund 500 Besucher bei Tag der offenen Tür der Freiwilligen Feuerwehr

Rettungshunde, Brandherde oder zerdrückte Autos – an Attraktionen hat es der Freiwilligen Feuerwehr Carlsberg-Hertlingshausen an ihren „Tagen der offenen Tür“ am Samstag und Sonntag nicht gemangelt. Angesichts der gut 500 Besucher zeigte sich Wehrführer Fred Raffel sehr zufrieden: „Wir veranstalten unser Fest seit über 35 Jahren. Wir möchten den Leuten einen Einblick geben, was wir so tun und worin unsere Aufgaben bestehen.“

Hatte es am Samstag eher überschaubar mit einem Mittagstisch begonnen, fand am Sonntag das eigentliche Programm statt: Neben einer Ausstellung der Fahrzeuge, Popcornmaschinen, einem Bayerischen Frühstück und Informationsständen zu Rauchmeldern und Feuerlöschern hatte die Jugendfeuerwehr ihren Auftritt: Die 18 Sechs- bis 13-Jährigen demonstrierten, wie man ein Feuer löscht. Dafür wurden Heuballen angezündet und die Jugendlichen boten wie echte Profis den Flammen Einhalt – selbstverständlich mit entsprechender Schutzkleidung und Helmen. Klar, dass die Zuschaueranzahl entsprechend hoch war – man sieht ja nicht jeden Tag aus nächster Nähe, wie ein Feuer gelöscht wird.„Es zieht die Leute an, wenn etwas Nichtalltägliches angeboten wird“, wußte auch Peter Hahn, Truppenführer der Freiwilligen Feuerwehr Grünstadt. Zusammen mit seinen Kollegen zeigte er, wie man handelt, wenn es Probleme mit Gefahrstofftransporten gibt – Chemikalienschutzanzüge inklusive.

„Wir sind sehr froh um die Unterstützung von den Kollegen aus der Umgebung“, war Raffel zufrieden. „Wir möchten den Gästen ja auch etwas bieten und nicht einfach nur unser Gerätehaus öffnen.“ Und genug geboten war auf jeden Fall: Das Technical-Rescue-Team (TRT) der Feuerwehr Bockenheim-Kindenheim „rettete“ einen Freiwilligen aus drei demolierten Autos. „So eine patientengerechte Rettung sollte in maximal 20 Minuten vollbracht sein“, erklärte der stellvertretende Wehrführer Jochen Lander. „Wir haben heute circa 14 Minuten gebraucht.“ Dafür ernteten die sechs Kollegen viel Applaus. Genauso die Rettungshundestaffel des Deutschen Roten Kreuzes aus Kirchheimbolanden.

Auch für diejenigen, die mal hoch hinaus wollten, war etwas dabei: Feuerwehrmann Max Baumann nahm Mutige im Minutentakt mit auf die Drehleiter – ganze 24,8 Meter ging es hoch. Auf die Drehleiter wollte die Carlsbergerin Katja Walger zwar nicht, trotzdem sagte sie: „Ich finde alles richtig schön gemacht. Es ist toll, dass es so kinderfreundlich ist.“ Die 28-Jährige war schon zum siebten Mal dabei. Zwar zum ersten Mal da, aber nicht weniger begeistert war Gabi Nachbauer. Sie war mit ihrem siebenjährigen Sohn Till unterwegs, der am liebsten sofort der Jugendfeuerwehr beigetreten wäre: „Ich habe mir sogar schon einen Zettel zum Anmelden mitgenommen.“

Viele der Gäste sind nicht nur für einen Programmpunkt gekommen, sondern wollten länger bleiben. So auch Elfriede Nennstil. Die Hettenleidelheimerin kam hauptsächlich wegen ihrem Enkel Moritz Schmitt, der bei der Jugendfeuerwehr aktiv ist. „Wir haben auch unser Mittagessen hierher verlegt – und zu einem Stück Kuchen dann ebenfalls nicht nein gesagt.“

Dass die Gäste zwischen dem abwechslungsreichen Programm mal eine Stärkung brauchen, war natürlich eingeplant. Neben der obligatorischen „Brootworschd“ waren 80 Kuchen gestiftet worden. „Wir sind wirklich sehr dankbar für all die Spenden“, freute sich Raffel. Ein weiterer Höhepunkt waren die Spenden vom Hertlingshausener Kerwekommittee über 1000,- Euro und von den Pfalzwerken über 500,- Euro. Fazit: Der Tag war die Mühen auf jeden Fall Wert. „Wir haben auch jetzt schon Ideen für nächstes Jahr“, so Raffel.